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Sr. M. Elonna Ugochukwu

Alltagserlebnisse im Altenzentrum St. Elizabeth in Leverkusen-Schlebusch 

"….Die Freude an Herr ist meine Stärke"  Neh.8:10

Ich bin Schw. M. Elonna Ugochukwu. Ich gehöre dem Orden "Töchter der Göttlichen Liebe an, einem nigerianischen Orden, der am16th Juli 1969 durch Bischof Okoye  gegründet worden ist. 

 

Ich bin im Oktober 2002 nach Deutschland gekommen. Ich kann mich genau erinnern, wie kalt es mir damals war. Das war der Anfang meines Lebens in einem fremden Land. Nach einigen Tagen habe ich mit einem Sprachkurs in Rhede angefangen. Da Rhede weit weg ist, habe ich dort gewohnt. Das Leben in Deutschland war am Anfang sehr schwer, wenn man an das Essen, das Wetter, die Kultur und die Mentalität denkt.

Nach dem Sprachkurs habe ich für eineinhalb Jahre ein Praktikum im Frechener Krankenhaus absolviert. Danach habe ich eine einjährige Ausbildung als Krankenpflegehelferin, ebenfalls in Frechen, gemacht. Nach der einjährigen Ausbildung habe ich eine Stelle im Marienhospital Bottrop und in einer Schule in Dorsten bekommen. Dort  habe ich eine dreijährige  Ausbildung als Kranken-und Gesundheitspflegerin absolviert. Mit der Sprache war alles nicht einfach, aber mit Gott an meiner Seite habe ich alles mit Erfolg im September 2008 abgeschlossen


Seit November 2008 bin ich im Altenzentrum St Elizabeth in Leverkusen Schlebusch tätig. Dort bin ich in der Pflege und helfe den alten Menschen, die nicht mehr alleine wohnen können, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Zu meinen Aufgaben gehört beispielsweise: Grundpflege, Wundversorgung, Medikamentengabe, Insulingabe usw. natürlich alles nach ärztlicher Anordnung. In meinen Aufgabenbereich gehören auch die  seelsorgerische Arbeit bzw. Beistand z.B. den Priester für Krankensalbung rechtzeitig informieren, Sterbende begleiten, für die heilige Kommunion oder Beichte Gelegenheit organisieren, wenn jemand im Sterben liegt.


Als Mitglied der Töchter der Göttlichen Liebe, versuche ich Gott sichtbar zu machen in meinem Umgang mit diesen Menschen, die meiner Hilfe anvertraut sind. Ich freue mich sehr und fühle mich beruhigt, wenn ich den Menschen bei Ihren Sorgen und Problemen helfen kann. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass viele ältere Menschen manchmal nur jemanden um sich brauchen. Leider gibt es manchmal viel zu tun, so dass man wenig Zeit für diese Aufgabe hat.

In meinem Arbeitsplatz habe ich viele interessante, aber auch einige wenige schlechte Erfahrungen gesammelt, z.B. um guten menschlichen Umgang mit älteren Menschen zu erleben, braucht man gute Nerven und viele Geduld. Man muss bereit sein zuzuhören und muss auch Verständnis zeigen. All das gehört zum Leben und all das macht das Leben interessant und wertvoll!

Ich bin auch froh dass wir (Pflegeteam WB 4) uns gut verstehen, immer hilfsbereit sind und einander gegenseitig unterstützen. Dieses Talent sorgt unter uns für eine gute und gesunde Arbeitsatmosphäre. Viele Bewohner und Ihre Angehörige sind sehr kooperativ. Das bereichert einen und gibt viel Freude und Kraft beim Arbeiten.  Diese Kraft ziehe ich nicht nur aus Gott, sondern unter anderem auch aus meinen Hobbies: Musik hören, lesen und Gartenarbeit.

Ich danke Gott und meiner Kongregation(Mutter Oberin) für diese Gelegenheit, die ich bekommen habe, den Menschen in dieser Art zu dienen, um Gottes Liebe weiter sichtbar zu machen durch die Kraft, die ich jeden Tag aus der heiligen Eucharistie ziehe, durch gutes und harmonisches Gemeinschaftsleben und Gebet und auf besonderer Weise durch die Unterstützung meiner Mitschwestern. Kein Wunder, dass „Die Freude am Herr meine Stärke ist“ Neh.8:10. In diesem Sinne sage ich ganz laut: Gottes Liebe, treibt uns an!

 

 

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